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Bettina Herzog

Trotz Hürden den Traum vom Eigenheim realisieren.

By | 2022

Trotz Hürden den Traum vom Eigenheim realisieren.

Die Nachfrage nach Wohneigentum nimmt zu, besonders seit der Corona-Pandemie. Jede und jeder Zweite träumt von einer Wohnimmobilie. Der Favorit: das Haus auf dem Land. Aber auch Eigentumswohnungen sind begehrt. Gleichzeitig steigen die Immobilienpreise seit über zehn Jahren viel stärker als die Einkommen. Im städtischen Umfeld kann sich kaum mehr jemand ein Einfamilienhaus leisten. Dennoch muss man den Traum vom Wohneigentum nicht aufgeben.

Die Nachfrage nach Eigenheimen ist hoch, und zwar viel höher als das Angebot – vor allem bei Einfamilienhäusern. Allein im Jahr 2020 sind die Preise von Einfamilienhäusern in städtischen Agglomerationen um rund 3,6 % gestiegen. Grössere Wohnflächen und privater Umschwung sind deutlich gesuchter als noch vor der Pandemie. Doch das Angebot ist rückläufig. Im ersten Quartal 2021 waren weniger als 20’000 Objekte pro Monat auf dem Markt. In den Jahren davor lag die Anzahl monatlich ausgeschriebener Häuser stets über diesem Wert. Die Wohntraumstudie 2021 von MoneyPark, Helvetia und alaCasa zeigt ausserdem: Knapp die Hälfte der Suchenden hält länger als ein Jahr Ausschau nach dem Traumobjekt, ein Drittel sogar mehr als drei Jahre. Zudem werden immer mehr Objekte besichtigt. Über 40 % aller Käuferinnen und Käufer müssen mehr als sechs Objekte besichtigen, um fündig zu werden – ein Drittel davon gar mehr als zehn.

Die Fakten sind auf den ersten Blick ernüchternd. Trotzdem gibt es verschiedene Möglichkeiten und Wege, um sich den Traum des Eigenheims zu erfüllen.

Bei der Suche alle Kanäle nutzen
Für eine erfolgreiche Suche ist das Netzwerk zentral. Denn gesamtschweizerisch erhalten rund 9 % ihre Immobilie unter der Hand, also noch bevor sie öffentlich ausgeschrieben wird. Der Eigenheimwunsch sollte daher nicht nur bei Familie, Freunden und Verwandten platziert werden. Man kann sich auch bei Bauherren und Projektentwicklern, Maklerinnen oder unabhängigen Hypothekarvermittlern auf die Interessentenliste setzen lassen. Letztere verfügen über ein enormes Netzwerk und kommen oft mit Personen in Kontakt, welche eine Immobilie verkaufen möchten und nach geeigneten Käuferinnen und Käufern suchen.

Finanzierungseinschätzung schafft Vorteile
Suchabos auf Online-Plattformen bedeuten heute keinen wirklichen Informationsvorsprung mehr. Wird eine neue Immobilie ausgeschrieben, erhalten Hunderte von Suchenden sofort eine Meldung. Die Chance auf einen Zuschlag können Sie erhöhen, indem Sie schnell sind und der Verkäuferin oder dem Verkäufer eine Finanzierungseinschätzung vorweisen. Diese Einschätzung zeigt Kaufinteressenten die Kaufpreisspanne an und ist spätestens bei einem Bieterverfahren von zentraler Bedeutung. Zudem gewinnt die Verkäuferin die Gewissheit, dass sie einen Käufer vor sich hat, der sich das Objekt auch leisten kann.

Mehr Angebote in Aussicht
Aus der Wohntraumstudie 2021 geht ausserdem hervor: In den nächsten drei Jahren möchten 4 % der befragten Eigentümerinnen und Eigentümer ihr Wohneigentum verkaufen, zumeist aufgrund einer zu gross gewordenen Liegenschaft. Sollte dies tatsächlich eintreffen, kämen nahezu 60’000 Immobilien auf den Markt. Dabei geben nur rund 40 % der Verkäuferinnen und Verkäufer den Zuschlag automatisch an Höchstbietende. In jedem vierten Fall ist die persönliche Sympathie ausschlaggebend und in jedem fünften gibt es einen «Familienbonus».

Finanzierungsanbieter vergleichen
Bei der Finanzierung ist die Auswahl an Anbietern so gross wie noch nie. Aufgrund tiefer Zinsen und hoher Immobilienpreise sind sie vermehrt gewillt, in ihren Berechnungsmodellen von typischen Marktstandards abzuweichen und eine individuellere Sicht auf die finanzielle Situation des Käufers, der Käuferin einzunehmen. Es ist also wichtig, nicht nur die Hausbank, sondern auch Versicherungen und Pensionskassen in die Finanzierungssuche einzubinden.

Finanzierung mit erhöhter Tragbarkeit
Die kalkulatorischen Zinskosten zur Berechnung der Tragbarkeit liegen trotz rekordtiefem Zinsumfeld unverändert bei 5 % – und damit rund fünfmal höher als die effektiven Zinsen. Hohe Immobilienpreise und stagnierende Einkommen haben aber dazu geführt, dass heute über 40 % der Käuferinnen und Käufer die Standard-Tragbarkeit überschreiten. 8 % liegen gar über einer Tragbarkeit von 40 %. Es ist also keineswegs ausgeschlossen, Anbieter zu finden, die einen Kauf mit einer erhöhten Tragbarkeit finanzieren würden.

Anforderungen vergleichen
Eigenheimkäuferinnen und Eigenheimkäufer mit knapper Tragbarkeit sollten möglichst breit vergleichen. Nicht primär aufgrund des günstigsten Zinses, sondern weil die Anforderungen der Anbieter sehr unterschiedlich sind. Es gibt solche, die in ihren Berechnungsmodellen einen kalkulatorischen Zins von 4,5 % einsetzen oder die jährlichen Unterhalts- und Nebenkosten bei neueren Objekten reduzieren.

Auch gibt es andere, die mit einem höheren Bruttoeinkommen rechnen oder beispielsweise auch die Bonus-Zahlungen in voller Höhe anrechnen. Grundsätzlich lässt sich sagen: Versicherungen sind in ihren Vergabekriterien sehr strikt und finanzieren kaum über die Standard-Tragbarkeit hinaus, während Pensionskassen und Anlagestiftungen sowie vereinzelte Banken eine individuelle Sicht auf die finanzielle Situation der Käuferin und des Käufers ermöglichen.

Zusätzliches Eigenkapital einbringen
Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Tragbarkeit ist, mehr Eigenkapital einzubringen und damit die Hypothekarhöhe zu reduzieren. Wenn man beispielsweise Geld aus der Pensionskasse einsetzt, sinkt die Hypothekarhöhe und die Standard-Tragbarkeit kann dadurch unter Umständen eher erreicht werden. Nur mindestens 10 % der Eigenmittel müssen aus Quellen kommen, die nicht aus der Pensionskasse stammen. Hier können beispielsweise Gelder aus der 3. Säule, Ersparnisse, Wertschriften, eine Schenkung oder ein Erbvorbezug, ein eigenes Baugrundstück oder eigenhändig durchgeführte Bauarbeiten zum Zuge kommen. Wichtig ist, die eingesetzten Vorsorgegelder systematisch wiederaufzubauen. Dabei können diverse steuerliche Vorteile genutzt werden. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren ist sehr individuell. Ausschlaggebend ist eine detaillierte Analyse der persönlichen Situation.

Die Immobilienleiter erklimmen
Leider erhalten viele Neukäuferinnen und -käufer keine Hypothek, da sie an äusserst hoch angesetzten kalkulatorischen Kosten scheitern. Und das, obwohl Wohneigentum finanziell sehr attraktiv ist. Wer ein Eigenheim besitzt, spart bis zu 50 % Wohnkosten gegenüber einem vergleichbaren Mietobjekt. Deshalb kann es durchaus Sinn machen, mit einer kleineren und günstigeren Immobilie zu starten. Tiefere Wohnkosten helfen beim Sparen. Und das Objekt kann beim Wiederverkauf aufgrund der voraussichtlich nach wie vor steigenden Immobilienpreise sogar einen potenziellen Wertzuwachs generieren. Es dient also als eine Art Spardose für ein späteres Objekt.

Neuer Lebensabschnitt, neue Immobilie
Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird den Immobilienmarkt auch die nächsten Jahre dominieren. Umso wichtiger ist es, den Markt durch mehr Informationen transparenter und zugänglicher zu machen, was automatisch zu mehr Kauf- und Verkaufstransaktionen führen wird.

Text: Philipp Weissmann, MoneyPark AG

Was kostet das Leben in der Schweiz

Was kostet das Leben in der Schweiz?

By | 2022

Was kostet das Leben in der Schweiz?

Sich nach dem Studium im Ausland beweisen oder nach der Pension das Leben in der Ferne geniessen, das steht bei vielen Schweizerinnen und Schweizern weit oben auf der Wunschliste. Andere wiederum möchten aus dem Ausland in die Schweiz ziehen. Zu verlockend sind hier die Angebote für gut ausgebildete Fachkräfte. Trotz hohem Lohnniveau sind die Wohn- und Lebenshaltungskosten nicht zu unterschätzen. Mit einer soliden Budgetplanung lassen sich Überraschungen vermeiden.

Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz zählen zu den weltweit höchsten. Wie und wofür wir unser Geld ausgeben und wie viel am Ende des Monats unterm Strich übrig bleibt, hängt neben dem Einkommen von diversen anderen Faktoren ab: von unserer Herkunft, individuellen Bedürfnissen und Aktivitäten, aber auch von persönlichen Wert- und Lebensvorstellungen. Wer mit dem Gedanken spielt, in die Schweiz zu ziehen, kann sich anhand von Durchschnittswerten einen ersten Gesamteindruck verschaffen. Der Schweizer Warenkorb liefert beispielsweise hilfreiche Anhaltspunkte zu den Lebenshaltungskosten.

Der druchschnittliche Schweizer Warenkorb 2021 in Prozent

Schweizer Warenkorb 2021
Quelle: Zahlen in Anlehnung an den Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) 2021 des Bundesamtes für Statistik (BFS)

Eine verlässliche Planungsgrundlage liefert ein detailliertes und realistisch ausgefülltes Budget – vor und nach dem Umzug. In der Schweiz angekommen, empfiehlt es sich das Budget bei Bedarf anzupassen: Welche Positionen fallen weg, welche Kosten kommen hinzu? Wichtig ist, die Ausgaben regelmässig und vollständig über einen längeren Zeitraum zusammenzutragen.

Wohnen und Steuern: kantonale Unterschiede
Der Wohnsitz hat einen massgeblichen Einfluss auf Ihre Lebenshaltungskosten. Er beeinflusst unter anderem, wie hoch die Steuern sind und wie viel für Ihr Zuhause oder die Krankenkasse zu kalkulieren ist.

Die Mietpreise sind in den Schweizer Regionen sehr unterschiedlich und variieren innerhalb eines Kantons nochmals stark. Beispielsweise sind die Mietpreise in den Kantonen Schwyz, Zug und Zürich schweizweit am höchsten. Durchschnittlich am wenigsten zahlen Sie für eine Mietwohnung in den Kantonen Glarus, Neuenburg und im Jura. Zudem legt jede Gemeinde die Steuersätze individuell fest, was zu erheblichen Differenzen der Steuerbelastung führt.

Der Schweizer Nettolohn und die Sozialabgaben
Im Schweizer Lohnsystem werden Sozialabgaben monatlich direkt vom Bruttolohn abgezogen und Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer erhalten den Nettolohn. Die Abzüge sind jeweils detailliert auf dem Lohnausweis aufgeführt. Aktuell setzen sich die Abzüge für Arbeitnehmende wie folgt zusammen:

  • Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) – 4,35 %
  • Invalidenversicherung (IV) – 0,70 %
  • Erwerbsersatzordnung (EO) – 0,25 %
  • Arbeitslosenversicherung (ALV) – je nach Jahreslohn
  • Berufliche Vorsorge (BVG) – je nach Alter
  • Quellensteuer (QST) – abhängig vom Wohnort

Die Schweizer Altersvorsorge
Das Vorsorgesystem in der Schweiz basiert auf einem 3-Säulen-Prinzip: die staatliche, berufliche und private Vorsorge.

1. Säule – staatliche Vorsorge
Die 1. Säule setzt sich aus der AHV, IV sowie allfälligen Ergänzungsleistungen zusammen und dient der Existenzsicherung. Werden beispielsweise infolge Studienzeit oder vielen, kürzeren Arbeitseinsätzen bei verschiedenen Arbeitgebern keine AHV-Beiträge entrichtet, können Beitragslücken entstehen. Diese Lücken können eine Kürzung der AHV-Rente nach sich ziehen. Ein fehlendes Beitragsjahr führt im Prinzip zu einer Kürzung um mindestens 2,3 %. Sind die Beitragslücken innerhalb der letzten fünf Jahre entstanden, können Nachzahlungen geleistet und somit die Lücken wieder geschlossen werden.

2. Säule – berufliche Vorsorge
Die berufliche Vorsorge soll die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung sichern und wird in die obligatorische und die überobligatorische – auch freiwillige berufliche Vorsorge – unterteilt. Im obligatorischen Teil werden Jahreslöhne bis zu einem Maximalbetrag versichert, welcher jährlich variieren kann. Der freiwillige, also überobligatorische Teil, versichert dann den darüberliegenden Lohnanteil.

3. Säule – private Vorsorge
Die 3. Säule, Ihre private Vorsorge, ist eine individuelle Ergänzung. Hier unterscheiden wir zwischen der gebundenen Vorsorge Säule 3a und der freien Vorsorge Säule 3b. Das angesparte Vermögen der Säule 3a kann nur unter bestimmten Voraussetzungen bezogen werden, geniesst jedoch gewisse steuerliche Vorzüge. Denn anders als bei der Säule 3b ist das Vermögen der gebundenen Vorsorge steuerbefreit und die gesetzlich vorgeschriebenen Beiträge können dem steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Über die freie Vorsorge Säule 3b kann hingegen jederzeit und ohne Einschränkung verfügt werden.

Planung ist die halbe Miete
Neuanfänge sind nicht zuletzt dazu da, um einen soliden Grundstein zu legen. Jedoch warten viele Herausforderungen auf Zuzügerinnen und Zuzüger, die sich in der Schweiz niederlassen wollen. Deshalb ist eine gute finanzielle Planung essenziell. Tägliche Ausgaben sind individuell und lassen sich am besten mit einem massgeschneiderten Budget festhalten. Dieses zeigt nicht nur die anfallenden Budgetpositionen auf, sondern verschafft Ihnen auch einen Überblick zu Ihren finanziellen Mitteln und wie sich die Verpflichtungen mit den Einnahmen in Einklang bringen lassen. Für unregelmässige oder unvorhersehbare Kosten empfiehlt es sich, Rückstellungen zu bilden und diese klar von den Ersparnissen zu trennen. So behalten Sie Ihre Finanzen im Griff – unabhängig davon, was Ihr Leben in der Schweiz kostet.

Für ein erstes, kostenloses und unverbindliches Informationsgespräch kontaktieren Sie uns unverbindlich per Mail (kontaktanfrage@vpz.ch) oder rufen Sie unsere kostenlose VPZ Hotline unter 0800 822 288 an, um direkt einen Termin mit Ihrem Beratungsspezialisten zu vereinbaren. Eine ganzheitliche Planung mit Weitsicht koordiniert Ihre Situation, deckt Optimierungsmöglichkeiten auf und bringt langfristigen Erfolg.

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Anlageklassen in ein erfolgreiches Zusammenspiel bringen.

By | 2021

Anlageklassen in ein erfolgreiches Zusammenspiel bringen.

Die Herausforderung, Werte zu erhalten und möglichst häufig eine positive Rendite zu erzielen, besteht darin, Anlagen und Anlageklassen zusammenzubringen. Viele Bemühungen zielen darauf, Vermögen zu generieren anstatt dieses nachhaltig zu bewirtschaften. Wir sind überzeugt: Es ist entscheidend, wie man sein Vermögen dauerhaft anlegt und überwacht. Dabei stehen anlageklassenübergreifende Lösungen im Vordergrund.

Die erste wichtige Massnahme besteht darin, das Vermögen in unterschiedliche Gefässe nach ihrem Zweck zu unterteilen. Im Vordergrund steht die Aufteilung des Haushaltsvermögens in liquide Mittel (beispielsweise für sechs Monate) und in jenen Teil, der einer Bewirtschaftung mit Wertpapieren zugeführt werden soll. Bei Letzterem wird jeweils unterschieden zwischen dem, was man in den nächsten Jahren verzehren will (Anlagehorizont 3–6 Jahre), und dem anzulegenden Teil (Anlagehorizont 7–10 Jahre und mehr). Gerade in jüngeren Jahren eignen sich auch zweckgerichtete Gefässe zum langfristigen Wertpapiersparen, wie die steuerlich bevorteilten Säule 3a-Lösungen.

In einem zweiten wichtigen Schritt gilt es, die Anlagen zu diversifizieren. Vereinfacht gesagt: Aktien und Anleihen sind in eine geeignete Balance zu bringen. Ist der Anlagehorizont eher kurz- respektive mittelfristig, sollte die Aktienquote bei höchstens 40 % liegen. Zahlt jemand in jungen Jahren regelmässig in die Säule 3a ein, ist eine Aktienquote von 80 % durchaus angemessen.

Hier ist zu erwähnen – und dies ist die dritte wichtige Erkenntnis: Ein strikt ausgewogenes Portfolio aus je 50 % Aktien und Anleihen ist nicht für jede Lebensphase die optimale Lösung. Individuelle Aspekte werden die Anlagen prägen. Deshalb muss das Risikoprofil einer Anlegerin, eines Anlegers genau unter die Lupe genommen werden. Dabei werden gleichermassen Risikofähigkeit und Risikoneigung beurteilt, wobei Letztere besonders bedeutsam ist.

Viertens bleibt zu betonen, dass ein Vermögensportfolio agil bewirtschaftet werden sollte. In einer konjunkturell stabilen Wachstumsphase der Weltwirtschaft ist eine erhöhte Aktienquote angemessen. In einer Rezession wären Anlegerinnen und Anleger wohl kaum glücklich, wenn ein Portfolio aus lauter Aktien bestünde. Die Gefahr von Werteinbussen von Aktien sind in einer wirtschaftlichen Schwächephase überproportional hoch.

Sorgfältig und diszipliniert
Die DNA einer wertvollen Vermögensgenerierung besteht aus einem sorgfältigen, disziplinierten Vorgehen in allen konjunkturellen Phasen. Solange sich die Konjunktur in einem dynamischen Aufschwung befindet, sind typischerweise Aktien die Werttreiber und über Anleihen rümpft man die Nase. Gerät die Konjunktur ins Stottern, zeigt sich der defensive Charakter von Anleihen, die den Werterhalt unterstützen. Wobei auch da unterschieden werden muss: Es gibt Aktien mit einem resilienten Geschäftsmodell, die in konjunkturellen Schlechtwetterphasen durchaus erfolgreich anhaltend positive Cash Flows generieren können.

Innerhalb einer Anlageklasse sind immer wieder erhebliche Unterschiede erkennbar. So lassen sich beispielsweise Aktien in defensive Substanzwerte (z.B. Swiss Life), offensive Wachstumswerte (z.B. Facebook) sowie Qualitätswerte (z.B. Nestlé) unterscheiden. Sie alle haben höchst unterschiedliche Eigenschaften. Das zeigt sich in der Bilanz allein schon am Anteil des Eigenkapitals. Nestlé beispielsweise verfügt über eine gehebelte Bilanz mit einem Fremdkapital von 40 Milliarden Franken. Die Quote der gesamten Schulden im Verhältnis zu den Eigenmitteln liegt bei 85 %. Dagegen wirtschaftet Facebook praktisch ohne Fremdkapital. Anleihen sind keine ausstehend. Die Firma verfügt nicht einmal über ein Rating. Das Veränderungen in der Zinslandschaft sich unterschiedlich in der Erfolgsrechnung niederschlagen – je nachdem, wie solid das Bilanzmanagement betrieben wird –, ist selbstredend.

Diversifikation statt Regulation
Die typische Allokation von Aktien bei einer ausgewogenen Pensionskasse liegt bei rund 30 bis 35 %. Hinzu kommen Realanlagen wie Immobilien (typischerweise im Umfang von 20 bis 25 %) sowie Infrastruktur- und Privatmarktanlagen. Die Summe der Realwerte liegt häufig zwischen 50 und 70 %. Empirisch lassen sich daraus Renditeerwartungen von etwa 3 bis 3,5 % in Franken ableiten. Derartige Betrachtungen auf andere Akteure in den Kapitalmärkten sind insbesondere dann wichtig, wenn Pensionskassengelder in eine Freizügigkeitsstiftung transferiert oder bezogen werden – mit dem Anspruch, eine vergleichbare Rendite bei erhöhter individueller Flexibilität zu erzielen.

Wichtig ist, nicht alles auf eine Anlageklasse zu setzen. Das Gebot der realwirtschaftlichen Diversifikation soll im Vordergrund stehen, nicht die regulatorische Zuordnung. Eine Privatmarktanlage wie Private Equity ist in erster Linie als Aktie zu betrachten, ob sie nun unter Aktien verbucht wird oder nicht. Entscheidend ist aber, dass es sich um Unternehmen handelt, die fernab von der Börse ihr Wachstum verfolgen können. Die obersten Führungskräfte widmen sich da fokussiert und vollumfänglich dem Kundengeschäft.

Dagegen sind Führungskräfte in börsenkotierten Unternehmen immer wieder durch Meetings mit Investmentbanken, Finanzanalysten und Börsenkommentatoren beschäftigt. In manchen Unternehmen absorbiert dies bis zu 50 % der Zeit – bei überschaubarem Nutzen. Manchmal kann sogar das Gegenteil aus der Börsenkotierung erfolgen. Man will kurzfristig den Investoren gefallen, und legt die unternehmerischen Schwerpunkte darauf. Gerade deshalb ist es wichtig, sich beim Eigenkapital – sofern es die Risikoneigung und der Anlagehorizont zulassen – nicht nur auf das kotierte Universum von weltweit rund 5’000 Aktiengesellschaften abzustützen. Die reale Privatwirtschaft ist viel grösser und variantenreicher.

Unternehmensanleihen wirken positiv
Anleihen bleiben in einem ausgewogenen Portfolio ein fester Bestandteil. Das ergibt sich unter anderem aus der zwingenden Auflage der Diversifikation von Anlageklassen. Sie sorgt dafür, dass bei gewissen Teilen eines Portfolios eher die Werterhaltung im Vordergrund steht und bei anderen Teilen die Wertvermehrung. Auch der Teil der Werterhaltung lässt sich mit Unternehmensanleihen langfristig attraktiv ausrichten.

Gewiss bewegen wir uns weiterhin in einer historischen Niedrigstzinsphase. Das zeigt sich auch anhand des maximalen technischen Zinssatzes in der Lebensversicherung ausserhalb der beruflichen Vorsorge. Die Finanzmarktaufsicht FINMA in Bern verordnet weiterhin eine maximale technische Verzinsung von 0,05 % für Policen gegen Einmalprämien. Das gilt nun schon seit fünf Jahren und eine Erhöhung ist nicht in Sicht. Entsprechend reizvoller ist der Blick auf andere Formen der Werterhaltung, wobei auch bei den Anleihen zu differenzieren ist.

Der Coupon einer Anleihe mag eine banale Gewinnquelle sein, aber in einem Umfeld von Negativzinsen sind der Kreditqualität und damit der spezifischen Selektion höchste Beachtung zu schenken. Unternehmensanleihen sind eine eigenständige und unverzichtbare Anlageklasse, die aktiv gemanagt werden muss. Diverse empirische Untersuchungen zeigen, dass sich Unternehmensanleihen positiv auf ein Portfolio auswirken. Das lässt sich nicht (oder nur suboptimal) durch eine Kombination von Staatsanleihen und Aktien replizieren.

Für ein passives Investment sind Unternehmensanleihen in der Regel allzu «gefährdet», insbesondere wenn die Bonität bescheiden ist. Das macht ein aktives Portfoliomanagement notwendig. Wenn man beispielsweise auf einer Reihe von Unternehmensanleihen mit Öl-Bezug in der Lieferkette (beispielsweise Exploration, Handel, Transport, Raffinerie, Tanklagerung, Distribution) sitzt und der Rohölpreis wie im Frühjahr 2020 auf ein Rekordtief fällt, muss man im Zuge der fallenden Preisentwicklung diese Anleihen reduzieren oder verkaufen. Das ist aktives Risikomanagement. Insbesondere bei moderaten Bonitäten wäre passives Investieren verheerend.

Infrastruktur als Basis des globalen Wirtschaftens
Häfen, Flughäfen, Mautstrassen, Stromleitungen und Fernmeldetürme sind elementar für die Grundbedürfnisse unseres täglichen Lebens. Sie decken unseren Bedarf an Wasser, Licht und Wärme, gewährleisten den Transport von Menschen und Gütern und verbinden die Welt über Telekommunikationsund Datensysteme.

So überrascht es nicht, dass die Entwicklung der Infrastruktur der Schlüssel für die Erholung nach einer Pandemie ist. In vielen Ländern sind Investitionen in diesem Bereich nun offiziell ein Geschäft erster Ordnung. Schon bevor Covid-19 die Grundfeste des globalen Wirtschaftens erschütterte, wuchs die Nachfrage nach Infrastrukturen ins Unermessliche: Schätzungen zufolge werden zwischen 2016 und 2030 Investitionen in Höhe von 90’000 Milliarden Franken benötigt. Viele Staaten überlassen die Realisierung und Bewirtschaftung ihrer Infrastruktur der Privatwirtschaft, was zu einem grossen Becken von Opportunitäten führt.

Globale Entwicklungen beeinflussen Infrastruktur-Investitionen
Während die «New Economy» im Jahr 2020 die Aufmerksamkeit der Investorinnen und Investoren genoss, ist es nun an der Zeit, sich wieder auf die «Essential Economy» zu konzentrieren. Zahlreiche kürzlich gestartete Regierungsinitiativen auf der ganzen Welt lenken massive Investitionen in langfristige Infrastrukturprogramme, wie den EU Recovery and Resilience Plan, China Net Zero Carbon 2060, die US Covid Relief Bill oder die Australia Electricity Infrastructure Roadmap. In alternde Infrastrukturanlagen muss laufend investiert werden, um Sicherheit, Effizienz, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit zu verbessern.

Der grüne Wandel erfordert zudem Investitionen in das Erzeugen erneuerbarer Energien sowie die Speicherung von Energie, Erdgas und Wasserstoff. Unsere vernetzte Welt mit einem exponentiellen Anstieg von Sensoren für Smart Mobility, Smart Living und Smart Logistics führt zu einer Datenexplosion. Diese muss von Unternehmen, die Datenübertragung, -verarbeitung und -speicherung anbieten, infrastrukturell zuerst einmal friktionslos bewältigt werden. Und das erfordert enorme Investitionen. Die Anlageklasse bietet vorhersehbare Finanzströme, deren Cashflows durch ein langfristiges, vertraglich festgelegtes, inflationsgebundenes Umsatzwachstum unterstützt werden, das eine Absicherung gegen die steigende Inflation bieten kann.

Keine Rohstoff-Engagements
Ob Erdöl, Gold, Kupfer oder Kaffee – Anlegerinnen und Anleger können in unzählige Rohstoffe investieren. Zwar unterliegen sie mitunter starken Schwankungen. Zugleich können Energieträger und andere Rohstoffe, wenn sie nur einen kleinen Teil eines Wertpapierdepots ausmachen, eine stabilisierende Wirkung entfalten. Denn Rohstoffe können sich gegenläufig zu anderen Anlageklassen entwickeln.

Diversifikation optimal umsetzen
Ein gut diversifiziertes Portfolio kann sich aus Einzeltiteln oder Kollektivanlagen (Fonds, ETFs) zusammensetzen. Einzeltitel erlauben es, marktführende Unternehmen mit Preisfestlegungsmacht und soliden Margen zu selektieren. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Geschäftsmodelle. Die Diversifikation mittels Aktien von AXA und Zürich funktioniert nicht, nur die echte Diversifikation zeigt einen echten Nutzen. Die Kombination von Aktien aus möglichst verschiedenen Märkten mit möglichst unterschiedlicher Ausrichtung wirkt sich positiv auf das Risiko und die Rendite eines Portfolios aus.

Historische Perspektiven bewahren
In früheren Krisenzeiten, als hochwertige Staatsanleihen noch mit Coupons von 5 % versehen waren, haben sie sich in schlechten Zeiten als Puffer erwiesen und sich gegenläufig zu Aktien entwickelt. Im Frühjahr 2020, als die inzwischen negativ rentierenden Staatsanleihen aus der Schweiz und aus Deutschland in die Corona-Krise schlitterten, erlitten diese ebenfalls schmerzhafte Kurseinbussen, vor allem die Langläufer unter ihnen. Eine einfache Portfoliostruktur, die aus liquiden Aktien und hochwertigen Obligationen besteht, ist nicht mehr optimal diversifiziert. Vielmehr benötigt man eine zusätzliche Diversifikation von weiteren Anlageklassen wie Immobilien, Infrastruktur sowie Privatmarktanlagen.

Zu guter Letzt
Am Ende gilt es, das Anlagerisiko des Portfolios im Griff zu haben und es mit der individuellen Risikofähigkeit und Risikobereitschaft in Einklang zu bringen. So muss oftmals in einzelnen Bausteinen gedacht werden. Zentral bleibt die zugrundeliegende Auslegeordnung über die haushaltsbezogenen Cashflow-Ströme: Erwerbs- und Renteneinkommen, sichere und volatile Kapitalerträge sowie der Zweck der einzelnen Vermögensbausteine.

Text: Prof. Dr. Maurice Pedergnana, Zugerberg Finanz AG

Steueroptimierung 3a

Steuern sparen dank einer Säule 3a.

By | 2021

Sparen Sie mit einer Säule 3a Steuern.

Die Säule 3a ist nicht nur eine beliebte Lösung, um Ihre Renten aus der AHV und Pensionskasse aufzubessern. Mit der freiwilligen Vorsorge lassen sich auch ganz bequem Steuern sparen.

Erwerbstätige Personen, die einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sind, können im Jahr 2021 den Maximalbetrag von CHF 6’883 in die Säule 3a einzahlen, Erwerbstätige, die keiner Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sind, bis zu 20 % ihres Nettoeinkommens, jedoch höchstens CHF 34’416. Der grosse Vorteil: In der Steuererklärung dürfen Sie die Einzahlungen vollumfänglich vom Einkommen abziehen. Ein schöner Nebeneffekt ist zudem, dass das Vermögen der Säule 3a steuerbefreit ist.

Übersicht über die Steuerersparnis 2021 einer verheirateten Person bei der Einzahlung des Maximalbetrags von CHF 6’883 und einem steuerbaren Einkommen von CHF 100’000 und CHF 125’000:

AG
Aarau
1'530
1'778
AI
Appenzell
1'249
1'394
AR
Herisau
1'724
1'921
GL
Glarus
1'545
1'683
LU
Luzern
1'523
1'682
SG
St. Gallen
1'758
2'116
SZ
Schwyz
1'265
1'472
TG
Frauenfeld
1'613
1'757
ZG
Zug
853
1'230
ZH
Zürich
1'556
1'746
Quelle: TaxWare, auserwählte Kantone inklusive reformierte Kirchensteuer

Übersicht über die Steuerersparnis 2021 einer alleinstehenden Person bei der Einzahlung des Maximalbetrags von CHF 6’883 und einem steuerbaren Einkommen von CHF 100’000 und CHF 125’000:

AG
Aarau
1'825
2'049
AI
Appenzell
1'412
1'564
AR
Herisau
1'885
2'074
GL
Glarus
1'648
1'879
LU
Luzern
1'646
1'857
SG
St. Gallen
2'116
2'268
SZ
Schwyz
1'437
1'589
TG
Frauenfeld
1'806
1'958
ZG
Zug
1'542
1'532
ZH
Zürich
1'817
2'119
Quelle: TaxWare, auserwählte Kantone inklusive reformierte Kirchensteuer

Für ein erstes, kostenloses und unverbindliches Informationsgespräch kontaktieren Sie uns unverbindlich per Mail (kontaktanfrage@vpz.ch) oder rufen Sie unsere kostenlose VPZ Hotline unter 0800 822 288 an, um direkt einen Termin mit Ihrem Beratungsspezialisten zu vereinbaren. Eine ganzheitliche Planung mit Weitsicht koordiniert Ihre Situation, deckt Optimierungsmöglichkeiten auf und bringt langfristigen Erfolg.

VPZ Geschäftsstelle Horn

By | VPZ

Wir ziehen an die Seestrasse 27 in Horn!

Tagtäglich beschäftigen wir uns intensiv mit Planungsarbeiten für unsere Kundinnen und Kunden. Die letzten Monate haben wir dazu genutzt, unseren Geschäftsumzug von St. Gallen nach Horn zu planen und koordinieren. Unsere Zuverlässigkeit und Liebe zum Detail haben wir in die Räumlichkeiten einfliessen lassen und sind überzeugt, dass Sie sich als geschätzte Kunden rundum wohl fühlen werden.

Wir freuen uns sehr, Sie bald in unserer neuen VPZ Geschäftsstelle Horn persönlich begrüssen zu dürfen und beraten Sie gerne ab dem 1. Oktober 2021 an folgenden Standorten persönlich und unabhängig.

VPZ Hauptsitz Zürich-Flughafen

Vermögens Planungs Zentrum AG
Postfach, 8058 Zürich-Flughafen
Balz Zimmermann-Strasse 7, CH-8302 Kloten
Telefon +41 44 880 11 11

VPZ Geschäftsstelle Horn

Vermögens Planungs Zentrum AG
Seestrasse 27
CH-9326 Horn
Telefon +41 71 282 22 88

VPZ Geschäftsstelle Rapperswil

Vermögens Planungs Zentrum AG
Zürcherstrasse 82
CH-8640 Rapperswil
Telefon +41 55 220 02 50

VPZ Geschäftsstelle Zug

Vermögens Planungs Zentrum AG
Baarerstrasse 78
CH-6301 Zug
Telefon +41 41 511 39 88

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Aus LIBOR wird SARON.

Vom LIBOR zum SARON.

By | 2021

Vom LIBOR zum SARON.

Bis spätestens Ende 2021 wird der LIBOR Referenzzinssatz durch den SARON abgelöst. Wie funktioniert der SARON? Was bedeutet das für Ihre Hypothek? Und was gibt es für attraktive Produkte?

Weshalb kommt es zur Ablösung?
Der SARON (Swiss Average Rate Overnight) ersetzt den LIBOR als Referenzgrösse für kurzfristige Zinsen. Doch weshalb muss der LIBOR ersetzt werden? Seit der Finanzkrise haben sich Banken vermehrt Geld nur noch mit hinterlegten Sicherheiten ausgeliehen. Infolge dessen, konnten weniger Geschäfte abgeschlossen und Preise nur noch geschätzt werden. Durch dieses Verfahren hat der LIBOR an Aussagekraft verloren und eignet sich künftig nicht mehr als Referenzzinssatz.

Was ist der SARON?
Der Swiss Average Rate Overnight (SARON) existiert bereits seit 2009. Er wird auf der Basis von abgeschlossenen Transaktionen und verbindlichen Kaufs- und Verkaufspreisen im Schweizer Geldmarkt berechnet und von der SIX Group AG administriert.

Die SIX Group AG entwickelte zusammen mit der Schweizerischen Nationalbank (SNB) diese Berechnungsmethodik. Der SARON ist öffentlich einsehbar, robust und erfüllt sämtliche Anforderungen für einen Referenzzinssatz.

SARON als Alternative zum CHF LIBOR

Welche Produkte gibt es?
Banken wie zum Beispiel die St.Galler Kantonalbank AG, die Raiffeisenbanken oder auch die UBS AG bieten Ihnen bereits heute detaillierte Informationen und attraktive Finanzierungslösungen mit SARON-Hypotheken an. Klären Sie Ihre Möglichkeiten frühzeitig ab und lassen Sie sich beraten.

Für ein erstes, kostenloses und unverbindliches Informationsgespräch kontaktieren Sie uns unverbindlich per Mail (kontaktanfrage@vpz.ch) oder rufen Sie unsere kostenlose VPZ Hotline unter 0800 822 288 an, um direkt einen Termin mit Ihrem Beratungsspezialisten zu vereinbaren. Eine ganzheitliche Planung mit Weitsicht koordiniert Ihre Situation, deckt Optimierungsmöglichkeiten auf und bringt langfristigen Erfolg.

Nachlassplanung für Alleinstehende.

By | 2021

Was geschieht mit meinem Nachlass?

Gerade diese Frage stellen sich Personen, welche weder einen Ehegatten noch eigene Kinder haben. Eine Erbengemeinschaft kann gross sein und die erbberechtigten Verwandten können Personen sein, welche einem nicht unbedingt nahe standen. Treffen Sie frühzeitig die nötigen Vorkehrungen und regeln Sie, wer Ihren Nachlass erhalten soll.

Was ist der Nachlass?
Bei Ihrem Tod geht Ihr gesamtes Vermögen einschliesslich der Schulden auf die Erbinnen und Erben über. Erben mehrere Personen, bilden diese eine Erbengemeinschaft und können grundsätzlich nur gemeinsam über den Nachlass verfügen. Nach einer güterrechtlichen Auseinandersetzung wird der Umfang des Nachlasses bestimmt und kann anschliessend zwischen den Erbinnen und Erben aufgeteilt werden.

Die gesetzliche Erbfolge
Diese richtet sich nach dem Verwandtschaftsgrad und wird in 3 Stämme unterteilt:

Hinterlässt der Erblasser weder einen überlebenden Ehegatten, noch Kinder oder Enkelkinder, kommt die gesetzliche Erbfolge zur Anwendung und es werden die Erben des 2. Stammes berücksichtigt. Zuerst die Eltern, sollten diese vorverstorben sein, kommen die Geschwister zum Zug. Nichten & Neffen treten erst an deren Stelle, sollten die Geschwister ebenfalls vorverstorben sein.

Der 3. Stamm erbt nur, wenn es weder vom 1. Stamm noch vom 2. Stamm überlebende Erben gibt. Die gesetzliche Erbberechtigung endet mit dem 3. Stamm der Grosseltern und der gesamte Nachlass fällt dem Staat zu. In so einem Fall wird der Nachlass meistens zwischen der Wohngemeinde des Verstorbenen und dem Kanton aufgeteilt.

Viele Personen hinterlassen bei ihrem Tod
keine Anweisungen darüber, was mit ihrem Vermögen geschehen soll.
Dies kann zu Unstimmigkeiten unter den Erben führen und sorgt auch dafür,
dass Ihr Vermögen nicht genau nach Ihren Wünschen weitergegeben wird.

Was ist ein Testament?
Mit einem Testament bestimmen Sie innerhalb eines gewissen Rahmens selbst, wer Ihren Nachlass erben soll. Somit kann die gesetzliche Erbfolge abgeändert und Ihren Wünschen angepasst werden. Dabei gilt es jedoch, die gesetzlichen Schranken einzuhalten. Die Erben haben mindestens Anspruch auf ihren Pflichtteil und könnten diesen gerichtlich einfordern. Der Teil des Nachlasses, über welchen Sie selbst entscheiden können, ist die Freie Quote.

Folgende Punkte sind besonders für Alleinstehende Personen, die ihr Erbe frühzeitig regeln möchten, wichtig:

Vorsorgeguthaben
Vorsorgeguthaben wie Pensionskassengelder, Freizügigkeitsguthaben und Vermögen aus der Säule 3a fallen nicht in das Nachlassvermögen. Die Begünstigung kann in diesem Fall direkt bei der entsprechenden Vorsorgeeinrichtung individuell angepasst werden.

Spenden
Wer sich wünscht, dass ein Teil seines Nachlasses einem guten Zweck zugutekommt, kann dies im Testament oder einer letztwilligen Verfügung festhalten.

Für ein erstes, kostenloses und unverbindliches Informationsgespräch kontaktieren Sie uns unverbindlich per Mail (kontaktanfrage@vpz.ch) oder rufen Sie unsere kostenlose VPZ Hotline unter 0800 822 288 an, um direkt einen Termin mit Ihrem Beratungsspezialisten zu vereinbaren. Eine ganzheitliche Planung mit Weitsicht koordiniert Ihre Situation, deckt Optimierungsmöglichkeiten auf und bringt langfristigen Erfolg.

VPZ Leistungslücken der 3. Säule optimieren

Leistungslücken der 3. Säule optimieren.

By | 2021

Leistungslücken der 3. Säule optimieren.

Analysiert man die Leistungen seiner privaten Vorsorgesituation ergibt sich schnell das folgende und meist beunruhigende Bild: Ohne einen zielorientieren und optimierten Vermögensaufbau für das Alter sowie massgeschneiderte Risikoabsicherungen für den Fall einer Erwerbsunfähigkeit infolge eines Unfalls oder einer Krankheit sowie in einem Todesfall, bestehen grosse finanzielle Risiken.

«Welche Leistungslücken bestehen
und wie können diese auf sinnvolle Art und Weise optimiert werden?»

Private Vorsorgeplanung – wie sehen meine Leistungen heute und in der Zukunft aus?
Generell ist zu beobachten, dass für viele das Thema Vorsorge ein Buch mit sieben Siegeln ist. Ein Thema, bei dem das detaillierte Verständnis fehlt und eher negative Gefühle ausgelöst werden. Viele Personen sind fälschlicherweise auch der Meinung, dass wir in der Schweiz gut und ausreichend versichert sind. Doch ist das wirklich so? – Der Schein trügt oftmals.

Die Komplexität unseres Vorsorgesystems wie auch die oben beschriebenen Veränderungen verlangen eine fundierte und professionelle Analyse der privaten Vorsorgesituation. Leistungslücken können damit aufgedeckt und Massnahmen zur Optimierung umgesetzt werden.

In vielen unterschiedlichen Situationen zeigt sich, dass die Leistungen der 1. und 2. Säule nicht ausreichen, um den gewohnten und oftmals auch notwendigen Lebensstandard bei einer Erwerbsunfähigkeit, in einem Todesfall wie auch nach der Pensionierung aufrechtzuerhalten. Umso wichtiger ist es, die private 3. Säule frühzeitig zu stärken und Vorsorgelücken zu schliessen. Sowohl Banken wie auch Versicherungen bieten passende Vorsorgelösungen an. Es ist jedoch nicht einfach, sich mit den unzähligen Produkten der einzelnen Anbieter zurechtzufinden, die Vor- und Nachteile der einzelnen Lösungen abzuwägen und damit die passende Massnahme für sich zu finden. Die Unterschiede in Bezug auf Preis/Leistung sind enorm. Um auch steuerliche und erbrechtliche Rahmenbedingungen sowie natürlich auch Budgetfragen miteinzubeziehen, ist es wichtig, sich mit einer ganzheitlichen und vor allem unabhängigen Beratung unterstützen zu lassen.

8 Tipps für Ihre Säule 3a:

  • Zahlen Sie jährlich den maximal möglichen Betrag ein (2019: CHF 6’826.-)
  • Eine Wertschriftenlösung bietet Ihnen die höhere Rendite als ein herkömmliches Konto
  • Vergleichen Sie vorgängig die Konditionen der einzelnen Lösungen
  • Eröffnen Sie mehrere Säule 3a-Lösungen, um die Bezüge zu staffeln
  • Beziehen Sie die Säule 3a nicht im gleichen Jahr wie Pensionskassen- oder Freizügigkeitskapital
  • Für Erwerbstätige können sich Einzahlungen auch noch nach der Pension lohnen
  • Erwerbstätige Personen können das Guthaben maximal 5 Jahre vor und bis 5 Jahre nach der Pensionierung beziehen
  • Nichterwerbstätige Personen müssen die Gelder spätestens bei ordentlicher Pensionierung bezogen haben

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Sozialversicherungen 2021

Anpassungen der Sozialversicherungen.

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Anpassungen der Sozialversicherungen 2021.

Dieses Jahr werden bei den Sozialversicherungen einige Anpassungen vorgenommen. Die AHV/IV/EO-Beiträge wurden aufgrund der Volksabstimmung über den Vaterschaftsurlaub um 0.05% erhöht.

AHV/IV/EO-Beiträge:
10.6% (bisher 10.55%)
ALV-Beiträge:
2.2% (bisher 2.2%)
Berufliche Vorsorge:
Anrechenbarer Mindestlohn pro Jahr (Eintrittsschwelle): CHF 21’510 (bisher 21’330)
Koordinationsabzug pro Jahr: CHF 25’095 (bisher 24’885)
Minimal versicherter Lohn nach BVG pro Jahr: CHF 3’585 (bisher 3’555)
Private Vorsorge:
Maximalbetrag pro Jahr mit Pensionskasse: CHF 6’883 (bisher 6’826)
Maximalbetrag pro Jahr ohne Pensionskasse: CHF 34’416 (bisher 34’128)

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Kapitalleistungen

Kapitalleistungen Kanton Zürich.

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Reduktion der Kapitalleistungssteuern im Kanton Zürich.

Um der immer höheren Lebenserwartung und den tiefen Umwandlungssätzen der beruflichen Vorsorge gerecht zu werden, hat der Kanton Zürich eine Reduktion der Besteuerung der Kapitalleistungen beschlossen. Diese tritt am 1. Januar 2022 in Kraft und soll die Besteuerung von hohen Beträgen aus der Pensionskasse oder der dritten Säule deutlich senken.

Aktuell unterliegt die Besteuerung von Kapitalleistungen aus der Vorsorge derselben Progression wie das Einkommen. Im Vergleich zu anderen Kantonen, welche die Kapitalleistungen zum Beispiel pauschal besteuern, macht dies Zürich als Wohnsitzkanton wenig attraktiv.

Mit dem neuen Beschluss des Regierungsrates kommt
es bei ledigen Steuerpflichtigen ab Bezügen von CHF 210’000 und bei
verheirateten Steuerpflichtigen ab CHF 370’000 zu einer deutlichen Reduktion der
Kapitalleistungssteuern. Auch für Auszahlungen von CHF 500’000, 750’000
und 1’000’000 bewegt sich der Kanton Zürich in einem
vergleichsweise sehr attraktiven Rahmen.

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